Projektbeschreibung

Forschungsprojekt im Auftrag des Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK)

Umweltverfahren tragen wesentlich zur Verbesserung von Umwelt- und Lebensqualität bei. Darüber hinaus schaffen sie Rechts- und Planungssicherheit für Projektwerbende und fördern die gesellschaftliche Akzeptanz von großen Bauvorhaben. Konflikte, die früher durch Proteste vor Ort oder politisch stattgefunden haben, werden durch Umweltverfahren strukturiert. Sowohl die Verfahren selbst als auch die Beteiligung der Öffentlichkeit werden in der aktuellen Debatte jedoch zunehmend als lästige Pflichtaufgabe gesehen. Ihr Nutzen für Mensch, Gesellschaft und Umwelt tritt dabei immer mehr in den Hintergrund. In einem gemeinsamen Projekt haben sich das Institut für Rechtswissenschaften der Universität für Bodenkultur Wien und ÖKOBÜRO – Allianz der Umweltbewegung dieses Spannungsfeldes angenommen und dabei Daten zu Nutzen, Erfolg und Auswirkungen von Umweltverfahren und Öffentlichkeitsbeteiligung auf Umwelt, Gesellschaft und die Verfahrensbeteiligten erhoben und je eine Studie erstellt.

Für das Institut für Rechtswissenschaften haben Daniel Ennöckl und Nikolaus Handig eine vergleichende Analyse aller verfügbaren UVP-Genehmigungsbescheide zwischen August 2000 und Oktober 2021 zu vier ausgewählten Vorhabenstypen (Schigebiete, Einkaufszentren, Schnellstraßen und sonstige Straßen sowie Anlagen für gefährliche Abfälle) vorgenommen. Seitens des ÖKOBÜRO hat Birgit Schmidhuber eine qualitative Datenerhebung von Nutzen, Erfolgsfaktoren und Herausforderungen durch Umweltverfahren mittels 19 Interviews mit Verfahrensbeteiligten durchgeführt. Die Ergebnisse des gemeinsamen Projektes „Umweltverfahren wirksam gestalten – Nutzen und Erfolgsfaktoren“ wurden im Rahmen einer Veranstaltung präsentiert und reflektiert, zentrale Ergebnisse werden in Form einer Broschüre publiziert und die finalen Projektergebnisse im Frühjahr 2021 veröffentlicht.

Mitwirkende: Daniel Ennöckl, Nikolaus Handig

Laufzeit: 2020-09 – 2022-02

Projektpartner: ÖKOBÜRO – Allianz der Umweltbewegung