Die Bodenkultur - Journal for Land Management, Food and Environment

S. Daba und E. Zewedie:

Bestimmung der Nachwirkung von Phosphordünger bei Sorghum (Sorghum bicolor L.) auf Vertisol

Zusammenfassung

Die Nachwirkung von Phosphordünger für den Hirseertrag (Sorghum bicolor L.) wurde zwischen 1993 und 1996 auf einem kalkhältigen Vertisol der Versuchsstation der Agraruniversität Alemaya (Ost-Äthiopien) untersucht. Die Studie bezieht sich auf die Vegetationsperiode 1993 als Basisjahr, wobei Phosphor mit Niveaus von 0, 23,46, 69, 92 und 115 kg/ha P205 gedüngt wurde. Die Ergebnisse zeigten, dass die Nachwirkungen von Phosphordünger von Jahr zu Jahr in Abhängigkeit von Regenmenge und -verteilung. Generell war zu beobachten, dass Niveaus von 23 und 46 kg/ha P205 - von den Ertragsreaktionen her betrachtet - keine signifikante Nachwirkung für Folgefrüchte besitzen. Andererseits war die Nachwirkung signifikant und von praktischer Bedeutung, sobald das Düngungsniveau 69 kg/ha P205 erreichte oder überstieg. Über diesem Niveau erwies sich die Nachwirkung des Phosphordüngers als ungefähr gleich wichtig - zumindest für die erste und zweite Nachfrucht - wie die jährliche Düngung selbst. Lineare Regressionsanalysen zeigten einen deutlich signifikanten Zusammenhang zwischen Restphosphorertrag bei der Folgefrucht und des Phosphorversorgungsniveaus un der vorhergehenden Vegetationsperiode, was die Bedeutung der Rest-phosphordüngermengen für die Nachfrucht unterstreicht. Schlagworte: Direktphosphordüngung. Äthiopien, Phosphordüngernachwirkungen; Sorghum, Vertisol.